Die vielen Leben der Biographie. Biographie als kulturwissenschaftliches Paradigma
Ludwig Boltzmann Institut fur Geschichte und Theorie der Biographie
25. bis 27. Marz 2009
In Zusammenarbeit zwischen dem Internationalen Forschungszentrum
Kulturwissenschaften IFK, dem Ludwig Boltzmann Institut fur
Geschichte und Theorie der Biographie, dem Germanistischen Institut
der Universitat Wien und der Osterreichischen Nationalbibliothek.
Das anhaltende Interesse an der Biographie hat einen einleuchtenden
Grund: "Menschen sind in erster Linie an anderen Menschen
interessiert. Sie mussten nie davon uberzeugt werden, dass der Weg
zum Verstandnis der Menschheit uber den Menschen fahrt." (John
Garraty: The Nature of Biography) Bei dieser interdisziplinaren
Tagung diskutieren die Vortragenden die unterschiedlichen Aspekte des
Genres und den Standort der Biographie zwischen Dichtung und Wahrheit.
Zur Debatte stehen die Vorstellung einer biographischen "Wahrheit"
und die irritierende Vielfalt eines schillernden Genres mit einer
langen und beeindruckenden Tradition. Biographie ist weit mehr als
die Geschichte "grosser Manner". Es geht bei dieser Tagung auch um
eine Neubestimmung des Begriffs Biographie. Lange Zeit stand diese im
Verdacht, auf naive Weise ihre Subjekte zu konstruieren und daruber
hinaus unwissenschaftlich und eindimensional zu sein. Demgegenuber
zeigen die ReferentInnen, welche Variationsbreite des Biographischen
es gibt und wo die Biographie zwischen Konstruktion und Evidenz - den
Polen jeder zeitgema=DFen kulturwissenschaftlichen Theoriebildung - steht.
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